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Digital Asset

Was ist ein Digital Asset?

Mit Digital Asset meint man Mediendateien. Mediendateien sind ein vielfältiges und entscheidendes Element in der heutigen digitalen Welt, das es ermöglicht, Informationen auf unterschiedlichste Art und Weise zu präsentieren und zu kommunizieren. Diese Dateien bieten eine breite Palette von Formaten und bieten damit eine reichhaltige Auswahl an Möglichkeiten, um Inhalte ansprechend zu gestalten und die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erfassen. Ein wesentlicher Schritt in der Transformation einer Datei in ein Digitales Asset ist die Integration durch ein Digital Asset Management (DAM) System. Ein DAM ermöglicht es, die Datei in einer strukturierten Umgebung zu verwalten, Metadaten hinzuzufügen und es in verschiedenen Formaten und Größen zu speichern. Durch die Organisation und Verwaltung im DAM wird die Datei nicht nur archiviert, sondern auch leicht zugänglich gemacht für verschiedene Zwecke wie Marketingkampagnen, Webseiten, Druckmaterialien und mehr. Das DAM optimiert die Effizienz und Konsistenz bei der Nutzung der Datei über verschiedene Kanäle hinweg und trägt so dazu bei, die Markenbotschaft einheitlich und ansprechend zu präsentieren. Im nachstehenden Text werden die verschieden Digitalen Assets aufgelistet und beschrieben.

Was sind digitale Assets

Bilder sind dabei eine grundlegende Form von Mediendateien, die in zahlreichen Ausprägungen vorliegen können, darunter Fotos in verschiedenen Stilen und Qualitäten sowie kunstvolle Zeichnungen. Sie sind ein mächtiges Mittel, um visuelle Informationen zu vermitteln, Emotionen zu wecken und komplexe Konzepte auf anschauliche Weise zu erklären. Zu den meistverbreitesten Bildformaten zählen:

  • JPEG (Joint Photographic Experts Group): Aufgrund seiner effizienten Kompression und weit verbreiteten Unterstützung das bevorzugte Format für Fotografien und allgemeine Webgrafiken.
  • PNG (Portable Network Graphics): Bevorzugt für Webgrafiken, die Transparenz oder eine verlustfreie Kompression erfordern.
  • GIF (Graphics Interchange Format): Das Standardformat für animierte Grafiken im Web.
  • TIFF (Tagged Image File Format): Ein flexibles Format, das in der professionellen Fotografie und Druckindustrie bevorzugt wird.
  • WebP:  Ein modernes Format, das von Google entwickelt wurde, um die Schwächen von JPEG und PNG zu überwinden.

Videos hingegen bieten eine dynamische Möglichkeit, Inhalte zu präsentieren und erlebbar zu machen. Von eindrucksvollen Imagevideos, die das Markenimage stärken, über lehrreiche Webinare, die Wissen vermitteln, bis hin zu anschaulichen Produktvideos, die Produkte und Dienstleistungen in Aktion zeigen, bieten Videos eine breite Palette an Möglichkeiten, um Inhalte zu vermitteln und zu überzeugen. Die bekanntesten Videoformate sind:

  • MP4 (MPEG-4 Part 14): Eines der am weitesten verbreiteten Videoformate, bekannt für seine hohe Kompatibilität mit verschiedenen Geräten und Plattformen.
  • AVI (Audio Video Interleave): Eingeführt von Microsoft, ist dieses Format bekannt für seine Fähigkeit, Audio- und Videodaten synchron zu speichern.
  • MOV (QuickTime File Format): Entwickelt von Apple, wird dieses Format oft in der professionellen Videobearbeitung und -produktion verwendet.
  • WMV (Windows Media Video): Dieses von Microsoft entwickelte Format ist optimiert für Windows-basierte Plattformen und Anwendungen.
  • FLV (Flash Video): Obwohl Adobe Flash zum Ende seines Lebenszyklus gekommen ist, war FLV lange Zeit das bevorzugte Format für eingebettete Videos auf Webseiten und Streaming-Dienste.

Audioinhalte sind ebenfalls von großer Bedeutung und reichen von unterhaltsamen Podcasts für Endverbraucher bis hin zu professionellen Audiomaterialien wie Jingles, die in Videoproduktionen verwendet werden, um Atmosphäre zu schaffen und Markenidentitäten zu unterstützen. Weitverbreitet Audioformate sind:

  • MP3 (MPEG Audio Layer III): Das bekannteste und am weitesten verbreitete Audioformat für Musikdateien. MP3 ist beliebt aufgrund seiner Fähigkeit, Audiodateien mit einem relativ geringen Speicherplatzbedarf bei akzeptabler Klangqualität zu komprimieren.
  • WAV (Waveform Audio File Format): Ein unkomprimiertes Audioformat, das von Microsoft und IBM entwickelt wurde. Es bietet hohe Klangqualität, was es zu einer bevorzugten Wahl für professionelle Audioaufnahmen und -bearbeitung macht.
  • AAC (Advanced Audio Coding): Ein Audioformat, das eine bessere Klangqualität bei gleicher Bitrate im Vergleich zu MP3 bietet. AAC wird von einer Vielzahl von Plattformen und Geräten unterstützt und ist das Standard-Audioformat für YouTube, iPhone, iPad und andere Apple-Geräte sowie für das digitale Broadcasting.
  • FLAC (Free Lossless Audio Codec): Ein verlustfreies Kompressionsformat, das Audio in CD-Qualität speichern kann, ohne an Klangqualität zu verlieren, aber mit einer deutlichen Reduzierung der Dateigröße im Vergleich zu WAV.

Präsentationen, oft in Form von PowerPoint-Dateien, sind ein bewährtes Mittel, um komplexe Informationen strukturiert und visuell ansprechend darzustellen. Sie ermöglichen es, Inhalte auf eine verständliche und überzeugende Weise zu präsentieren und sind daher ein unverzichtbares Werkzeug in vielen Bereichen der Kommunikation und des Wissenstransfers. Beispiel für Präsentationsformate sind PPTX oder PDF.

PDFs, als Portable Document Format, bieten eine plattformunabhängige Möglichkeit, Dokumente darzustellen und zu teilen. Sie sind weit verbreitet und werden häufig für die Veröffentlichung von Texten, Berichten, Präsentationen und anderen Dokumenten verwendet, da sie eine konsistente Darstellung unabhängig vom Betriebssystem oder der Software gewährleisten.

Logos und Banner sind wichtige grafische Elemente, die die Identität einer Marke repräsentieren und dabei helfen, Aufmerksamkeit auf bestimmte Inhalte zu lenken. Logos sind das visuelle Aushängeschild einer Marke und sollen sofort erkennbar sein, während Banner dazu dienen, Botschaften hervorzuheben und die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu fokussieren. Beispiele für Grafikformate sind SVG oder PNG.

Textdateien schließlich sind grundlegend für die Kommunikation von Informationen in schriftlicher Form. Sie reichen von einfachen Notizen und Nachrichten bis hin zu umfangreichen Dokumenten und Berichten und sind ein unverzichtbares Werkzeug in der geschäftlichen und privaten Kommunikation. Beispiele für Textformate sind:

  • TXT (Plain Text): Das einfachste und universellste Textformat, unterstützt nur rohen Text ohne jegliche Formatierung. Es ist weit verbreitet für einfache Notizen, Konfigurationsdateien, und als Austauschformat zwischen verschiedenen Programmen und Betriebssystemen.
  • DOC und DOCX (Microsoft Word Document): DOC war das Standardformat von Microsoft Word bis zur Version 2003, während DOCX das standardisierte, offene XML-basierte Format ist, das ab Word 2007 eingeführt wurde.
  • PDF (Portable Document Format): Entwickelt von Adobe, ist dieses Format ideal für den Austausch von Dokumenten, die genau so erscheinen und gedruckt werden sollen, wie sie erstellt wurden, unabhängig von Software, Hardware oder Betriebssystem.
  • HTML (HyperText Markup Language): Die Kernsprache des Webs, verwendet für die Erstellung von Webseiten. HTML-Dokumente sind eigentlich Textdateien, die Tags enthalten.

3D-Visualisierungen bieten eine spannende Erweiterung für Digital Asset Management (DAM). Sie ermöglichen die Darstellung von Produkten in virtuellen Umgebungen, was besonders für Branchen wie Architektur, Design und E-Commerce relevant ist. Durch die Integration von 3D-Visualisierungen in ein DAM-System können Unternehmen ihre digitalen Assets um immersive und interaktive Inhalte erweitern, was die Produktpräsentation, -kommunikation und -erfahrung deutlich verbessert. Beispiele hierfür sind folgende:

  • OBJ (Wavefront Object file): OBJ ist eines der ältesten, aber immer noch sehr verbreiteten 3D-Modellformate. OBJ-Dateien sind in der Lage, komplexe Geometrien einschließlich Vertizes, Kanten, Flächen und Texturen zu speichern. Sie sind textbasiert und somit menschenlesbar, was sie für den Import und Export zwischen verschiedenen 3D-Grafikprogrammen beliebt macht.
  • STL (Stereolithography): STL ist das Standarddateiformat für die 3D-Druckindustrie. Es wird hauptsächlich für Rapid Prototyping und Computer-Aided Manufacturing verwendet. STL-Dateien beschreiben nur die Oberfläche von 3D-Objekten mithilfe von Dreiecksfacetten, ohne Farbe oder Texturinformationen.
  • FBX (Filmbox): Entwickelt von Autodesk, ist FBX ein flexibles Dateiformat, das für den Austausch von 3D-Daten zwischen verschiedenen Softwareanwendungen verwendet wird. Es unterstützt eine breite Palette von Daten, einschließlich komplexer Animationen, Benutzerschnittstellen, Kameras und Lichtquellen neben der Standardmodellgeometrie.

Insgesamt bieten Mediendateien eine breite Palette von Möglichkeiten, um Inhalte effektiv zu präsentieren und mit der Zielgruppe zu kommunizieren.

Wie unterscheiden sich digitale Assets von digitalen Gütern?

Digitale Güter haben einen sehr großen gemeinsamen Überschneidungsbereich mit Digital Assets, aber es gibt auch Unterschiede. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass es für digitale Güter normalerweise einen Preis in irgendeiner Form gibt – für Assets ist dies nicht immer notwendig. Digitale Güter sind beispielsweise Musikstücke, die einzeln geladen und bezahlt werden müssen oder alternativ über einen Streaming Provider bezogen werden können. Bei Videos bzw. Filmen ist das Geschäftsmodell sehr ähnlich. Daneben gibt es ebooks, elektronische Bücher. Auch hierfür gibt es neben einer Einzelbepreisung Abonnementmodelle. Für den professionellen Bereich gibt es Fotos, die als Stockmaterial gekauft werden müssen, wobei Bildrechte zu beachten sind. Digital Assets beziehen sich auf einzelne Dateien, wogegen sich digitale Güter auch auf Anwendungen oder Dienstleistungen beziehen. Zu denken ist hier beispielsweise an Lernplattformen oder Trainings-Apps. Es sind zweifellos digitale Güter, in ein Digital Asset Management würden diese aber in ihrer Gesamtheit nicht passen, während Teile der Anwendungen selbstverständlich Mediendateien sind. Ein Schritt weiter: Jedes Programm auf einem Computer ist ein digitales Gut, während es sich im Sinne des Digital Asset Management (DAM) nicht um eine Mediendatei handelt.

In welcher Beziehung stehen digitale Assets und das Digital Asset Management?

Digital Asset Management Systeme wie das TESSA DAM sind die Verwaltungs-, Manipulations- und Verteilinstanz für Digital Assets. Bei größeren Mengen von Mediendateien oder vielen Produkten ist das DAM, das Digital Asset Management System, das Werkzeug der Wahl, um die Qualität der digitalen Assets sicherzustellen. Das geschieht durch Workflows beim Import. Durch Delta-Analysen ist es möglich festzustellen, ob für alle Produkte eines Unternehmens alle notwendigen digitalen Assets zur Verfügung stehen. Die Mediendateien werden im DAM verwaltet und der digitalen Medienproduktion zugeführt. Dabei ist es gleich, ob die Assets im Original ausgeleitet und digitalen Produktionsprozessen zugeführt werden oder ob diese manipuliert werden, um diese in der entsprechenden Form an der gewünschten Stelle zu platzieren. So ist es auch möglich, digitale Assets durch ein DAM strukturiert einem CDN, Content Delivery Network zuzuführen, damit diese performant über das Internet an jeder beliebigen Stelle der Netztopografie zur Verfügung gestellt werden können.

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