Produktdaten als unterschätzter Erfolgsfaktor
Viele mittelständische Unternehmen investieren aktuell in neue Shopsysteme, Marktplätze oder digitale Vertriebskonzepte. Die technologische Basis steht, doch in der Praxis bleibt der Erfolg häufig hinter den Erwartungen zurück. Der Grund liegt oft nicht im Frontend, sondern deutlich tiefer: in den Produktdaten.
Denn egal wie modern ein Commerce-Setup ist – ohne strukturierte, konsistente und aktuelle Produktinformationen lassen sich weder effiziente Prozesse noch überzeugende Kundenerlebnisse realisieren.
Wenn Produktdaten nicht mit dem Unternehmen mitwachsen
Im Mittelstand entwickeln sich Geschäftsmodelle oft schrittweise: Neue Produkte kommen hinzu, Märkte werden internationaler, Vertriebskanäle vielfältiger. Die Prozesse rund um Produktdaten halten mit dieser Entwicklung jedoch häufig nicht Schritt.
Typische Symptome dafür sind:
- Produktinformationen werden mehrfach gepflegt
- Änderungen sind schwer nachvollziehbar oder gehen verloren
- Marketing, E-Commerce und Vertrieb arbeiten mit unterschiedlichen Datenständen
- Neue Kanäle erhöhen den Abstimmungsaufwand statt den Umsatz
Was lange „irgendwie funktioniert“ hat, wird mit zunehmender Skalierung zum Risiko für Effizienz, Time-to-Market und Markenwahrnehmung.
Warum Produktdaten keine Kleinigkeit sind
Produktdaten werden im Tagesgeschäft oft unterschätzt. Sie entstehen nebenbei, wachsen über Jahre hinweg und verteilen sich auf unterschiedliche Systeme und Zuständigkeiten. Solange das Produktportfolio überschaubar bleibt, fällt das kaum auf. Mit zunehmendem Wachstum jedoch entwickeln sich Produktdaten schnell zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor oder Problem. Denn sie wirken in nahezu alle Bereiche hinein.
- Produktmanagement, das Informationen strukturiert und pflegt
- Marketing, das Inhalte kanal- und zielgruppengerecht ausspielen muss
- E-Commerce, der auf vollständige Daten für Conversion und Auffindbarkeit angewiesen ist
- Vertrieb, der verlässliche Informationen benötigt
- IT, die Systeme stabil und integrierbar halten muss
Ohne klare Datenstruktur entstehen Reibungsverluste – unabhängig davon, wie gut einzelne Tools sind. Was zunächst wie ein operatives Detail wirkt, hat damit direkte Auswirkungen auf Effizienz, Geschwindigkeit und Außenwirkung des Unternehmens.
Produktdaten sind deshalb keine Nebensache, sondern eine gemeinsame Grundlage für Zusammenarbeit, Skalierung und digitalen Vertrieb.
PIM als organisatorische Grundlage für digitalen Vertrieb
Genau an dieser Stelle setzt Product Information Management (PIM) an. Ein PIM-System ist nicht nur ein zentraler Datenspeicher, sondern schafft klare Strukturen und Verantwortlichkeiten rund um Produktinformationen.
Der Mehrwert zeigt sich vor allem in der Wirkung:
- eine verbindliche Datenquelle für alle Abteilungen
- definierte Prozesse für Pflege, Freigabe und Veröffentlichung
- strukturierte Daten, die sich flexibel weiterverwenden lassen
- eine Basis für Omnichannel-Strategien
- gesteigerte Effizienz und schnelle Time-to-Market durch die Automatisierung vieler Routine-Prozessen
Gerade im Mittelstand sorgt ein PIM für Transparenz und Verlässlichkeit, ohne zusätzliche Komplexität ins Unternehmen zu bringen
Warum mittelständische Unternehmen moderne PIM-Ansätze benötigen
Viele etablierte PIM-Systeme sind historisch in sehr großen Unternehmensstrukturen entstanden. Entsprechend umfangreich sind Funktionsumfang, Projektansatz und organisatorischer Aufwand. Für mittelständische Unternehmen bedeutet das häufig einen hohen Einführungsaufwand und Strukturen, die nicht immer optimal zur eigenen Organisation passen.
Gefragt sind daher Lösungen, die:
- schnell einsatzbereit sind,
- sich flexibel in bestehende Systemlandschaften integrieren lassen,
- ohne lange Schulungs- und Projektphasen nutzbar sind,
- mit dem Unternehmen mitwachsen, statt Prozesse unnötig zu verkomplizieren.
Moderne, cloudbasierte PIM-Lösungen wie ATAMYA setzen genau hier an. Sie ermöglichen einen schrittweisen Einstieg und unterstützen mittelständische Unternehmen dabei, Produktdaten strukturiert und praxisnah weiterzuentwickeln.
In vielen Unternehmen entfaltet ein PIM seine volle Wirkung erst im Zusammenspiel mit einem Digital Asset Management (DAM). Während das PIM strukturierte Produktinformationen wie Texte, Attribute und Übersetzungen verwaltet, sorgt ein DAM, wie TESSA für die zentrale Organisation von Bildern, Videos und weiteren Medieninhalten. In Kombination entsteht eine durchgängige Datenbasis, die sowohl konsistente Produktkommunikation als auch effiziente Prozesse über alle Kanäle hinweg ermöglicht.
Fazit
Strukturierte Produktdaten als Basis für nachhaltiges Wachstum
Produktdaten sind im Mittelstand ein zentraler Erfolgsfaktor. Sie bestimmen, wie effizient Prozesse laufen, wie konsistent Unternehmen über Kanäle hinweg auftreten und wie schnell neue Produkte live gehen.
Ein PIM-System schafft die nötige Struktur für skalierbaren digitalen Vertrieb – vorausgesetzt, es passt zum Unternehmen und wächst mit den Anforderungen.
ATAMYA unterstützt genau diesen Ansatz. Als skalierbare, von Grund auf cloud-native entwickelte PIM-Plattform ermöglicht es einen pragmatischen Einstieg und bietet zugleich die Stabilität und Flexibilität für komplexere Anforderungen. Smarte Automatisierungen und Workflows reduzieren manuelle Aufwände und schaffen so die Basis für nachhaltiges Wachstum